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Planungen Gelände
Grundsätzliche Zielsetzung der Landesgartenschau ist eine nachhaltige Entwicklung des Areals zwischen der Altstadt Deggendorfs und der Donau. Dabei sollen Ideen entwickelt werden, die durch einen besonders hohen Anteil an bleibenden Einrichtungen gekennzeichnet sind. Im Mittelpunkt steht das Ziel, am nördlichen Donauufer auf Dauer einen qualitativ hochwertigen Grün- und Erholungsbereich für die Bürger der Stadt und ihre Gäste zu schaffen.
Die Fläche der Landesgartenschau beträgt auf beiden Donauseiten zusammen 36 ha, davon sind auf der linken Seite (Stadtseite) ca. 11 ha und auf der rechten Seite (Fischerdorfer Seite) ca. 6 ha hochwassersicher gelegen.
Über die Grenzen der Landesgartenschau hinaus soll ein Gesamtkonzept für das Donauufer entwickelt werden. Gleichzeitig soll aber auch für das enger umgrenzte Gelände der Landesgartenschau eine in die Zukunft gerichtete Perspektive aufgezeigt werden, die über die Landesgartenschau im Jahre 2014 hinausgeht.

- Das neue Donauufer in Deggendorf
Ein Herzstück der Landesgartenschau wird der neue Brückenschlag sein. Bisher gibt es als einzigen fußläufigen Übergang über die Donau im Stadtgebiet nur einen Weg am Rand der viel befahrenen Maximilianbrücke. Der neue Übergang ist für Deggendorf also von überragender infrastruktureller Bedeutung. Diese neue Geh- und Radwegbrücke wird auf der Trasse der alten Eisenbahnbrücke, die ca. 18 m östlich der neuen Eisenbahnbrücke verläuft, angelegt.
Das Büro K1 Landschaftsarchitekten, das gemeinsam mit den Büros raumzeit und Studio C den Wettbewerb um die Landesgartenschau Deggendorf 2014 gewonnen hat, entwickelte von der Neusiedler Straße her mit einem prägenden Baumvorhang, Neuordnung des Festplatzes mit einem Multifunktionsband und einem Blütenband bis hin zum Donauufer eine schlüssige und überzeugende Raumabfolge.
Der Baumvorhang südlich der Neusiedler Straße wird zu einem räumlich wirksamen Abschirmungselement, dem sich parallel der Festplatz in neuer Ausrichtung zuordnet. Das Multifunktionsband als strukturierendes Band stellt langfristig eine Lösung dar, verschiedene Freizeitaktivitäten zusammen zu fassen.

- Ufersteine und Trittgärten am Bogenbach
Die Flusspromenade eröffnet immer wieder neue Ausblicke und lässt interessante Räume mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen, die den Fluss erlebbar machen. Auch die Bogenbachmündung erhält einen qualitativ hochwertigen Aufenthaltsbereich.
Im Spannungsfeld der Dynamik und der steten Bewegung der Donau auf der einen Seite und der statischen Linearität des Deichverlaufes auf der anderen Seite orientiert sich der Entwurf für den Donaupark als landschaftliche Ergänzung zum Flusslauf. Das Bearbeitungsgebiet ist in drei Landschaftstypen gegliedert.

- Am Donaustrand
Am Fluss verläuft der Donaupark, abgegrenzt von dem Hochwasserdeich, der als Deichpromenade, ergänzt mit den Deichgärten, entwickelt wird. Diese erschließen das Gelände als urbanes Glied und dienen als Verteiler zwischen den Nutzungen.

- Neugestaltung der Ackerloh
Zwischen Deich und Erschließungsstraße entsteht mit dem „Baumvorhang" auf der Ackerloh ein eigenständiger Raum, der als Freizeitpark die geforderten Nutzungen aufnimmt. Die Flächenorganisation wird hier von dem „Multifunktionsband", in dem alle technischen und baulichen Anforderungen zusammengefasst werden, übernommen.

- Nutzungsmöglichkeiten des Multifunktionsbandes
Die Flusspromenade folgt dem Uferverlauf und wird an Einbauten, die wie Strandgut am Ufer angelagert werden, neu ausgerichtet. Der Besucher wird so an die besonderen Orte am Wasser herangeführt und erhält immer wieder neue Perspektiven und Ausblicke, kann aber nicht den direkten und kürzesten Weg nehmen. Diese Entschleunigung steht im Kontrast zur direkten Verbindung auf den Deichgärten, die auch den Donauradweg tragen.

- Die Deichgärten
Da die Ausstellungsbereiche außerhalb des Überschwemmungsbereiches der Donau liegen müssen, liegen die Schwerpunkte der Gartenausstellung auf den Deichgärten (Wechselflor und gärtnerische Themen), auf der Ackerloh (Themengärten, Ausstellungen, Veranstaltungen) und auf den Promenadengärten an der Anlegestelle.

- Ausstellungsbereich Deichgärten: Von Deggendorf zum Schwarzen Meer
Der Haupteingang für PKW-Anreisende liegt auf dem Multifunktionsband, das auch das Festzelt, den Gärtnermarkt und die Bühne trägt. Die Blumenhalle wird in der Stadthalle umgesetzt und bildet an diesem zweiten wichtigen Stadteingang den Auftakt. Auf der rechten Donauseite werden die extensiveren Ausstellungsbereiche wie landwirtschaftliche und ökologische Themen angeordnet. Die neue Fußgängerbrücke verbindet die beiden Ausstellungsbereiche.

- Die Fuß- und Radwegebrücke neben der neuen Eisenbahnbrücke
Deggendorf erhält mit dem Donaupark ein zentrales Naherholungsgebiet am Wasser. Bisher konnten Bürger und Touristen die Donau nur punktuell erleben. Mit dem Donaupark und der zweifachen Erschließung über die Flusspromenade und die Deichpromenade wird der Fluss Teil der innerstädtischen Struktur. Die Konzentration der Anlegestellen prägt den südlichen Teil des Parks und bildet einen belebten Übergang zur Stadt. Die neu organisierte Festwiese auf der Ackerloh bietet bei aller Funktionalität in Zukunft auch eine landschaftliche Qualität. Auch wenn keine Veranstaltungen stattfinden, können diese Flächen zur Freizeit- und Erholungsnutzung dienen. Die neuen Parkplätze im Parkdeck können zusätzlich für die benachbarte Fachhochschule oder den Besuch der Altstadt genutzt werden. Die Fußgängerbrücke über die Donau spielt als wichtige Verbindung zur nächst größeren Stadt eine überregionale Rolle. Alle Maßnahmen kommen gleichermaßen den Bewohnern und der touristischen Attraktivität zu Gute.

- Die neue Brücke im Detail


















