A A A
 

Landesgartenschau: „Zuspruch wird steigen“

Donau Anzeiger vom 16.04.2011

 

Oberbürgermeisterin und Organisatoren sind vor dem Spatenstich am Freitag optimistisch

 

 

„Wenn jetzt dann konkret zu sehen sein wird, dass etwas gebaut wird, wird die Unterstützung in der Bevölkerung und auch im Stadtrat steigen“, ist sich die Geschäftsführerin der Landesgartenschau Deggendorf 2014 GmbH, Ingrid Rott-Schöwel, sicher. Vor dem offiziellen Spatenstich am Freitag ist sie sicher, dass das Großereignis ein Erfolg werden wird: „Auch wenn einige kleine Abstriche gemacht werden mussten, es ist immer noch ein sehr gutes Konzept.“

 

Die neue Fußgänger- und Radwegebrücke über die Donau, das Parkdeck mit den Deichgärten auf dem Dach, die Umgestaltung des Donau-Parks am Ufer: „Die großen Projekte aus dem Sieger-Konzept werden umgesetzt und sind vor allem auch nachhaltig“, betont auch Oberbürgermeisterin Anna Eder.

Durch das Großereignis ließen sich viele Dinge realisieren, die ohnehin in den kommenden Jahren angestanden wären, etwa die Parkplätze: „Wir sind sehr froh, dass unsere Hochschule so erfolgreich ist und erweitert wird, aber dadurch brauchen wir eben auch Stellplätze“, erläutert die Rathaus-Chefin. Schon jetzt gibt es im Umfeld der Hochschule ein Park-Problem.

 

Eder ist zuversichtlich, dass die Stimmung im Stadtrat hinsichtlich des Großprojektes wieder besser werden wird. „Wenn es um die Umsetzung geht, werden wir es schaffen, wieder an einem Strang zu ziehen“, ist sie optimistisch. Selbst einstimmige Entscheidungen, wie es sie etwa beim Zuschlag für die Landesgartenschau gab, hält sie wieder für möglich. Auch in anderen Ausrichter-Städten habe es im Vorfeld oft Widerstand gegeben, erläutert Ingrid Rott-Schöwel. Dieser sei allerdings mit dem Baufortschritt immer weiter geschrumpft. „Das wird auch in Deggendorf nicht anders sein“, ist auch sie optimistisch. Allerdings würden sich die Planer derzeit durchaus „etwas mehr Geschlossenheit“ im Stadtrat wünschen.

 

Währenddessen gehen die Arbeiten weiter: Mittlerweile fast abgeschlossen ist der Abbruch der alten Eisenbahnbrücke, die Vorarbeiten für den Bau der neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Donau schreiten voran. Die Ausschreibungen für das Parkdeck und die Arbeiten im Umgriff der Stadthallen wurden verschickt, im Juli sollen die Arbeiten beginnen. Bis dahin werden auch die provisorischen Parkplätze für die Studenten der Hochschule fertig gestellt sein.

 

Begonnen wurden die konkreten Ausstellungsplanungen. „Die Gebiete haben wir abgegrenzt, jetzt geht es darum, sie auch mit Leben zu füllen“, sagt Rott-Schöwel. Gespräche mit Vereinen, Verbänden und möglichen Sponsoren stehen deshalb an. Auch über einen für die Besucher sehr wichtigen Punkt soll bald eine Entscheidung fallen: Die Eintrittspreise werden in Kürze festgelegt.

A propos Besucher: Mit etwa 700 000 rechnet Anna Eder insgesamt. Neben den Gästen aus Bayern und Deutschland hofft sie dabei auch auf Interessierte aus Oberösterreich und Tschechien. „Dort gab es so etwas wie Landesgartenschauen bisher nicht, das Interesse ist sicher da“, erläutert sie, weshalb auch im Nachbarland gezielt geworben werden soll.