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Innenstadt will profitieren

Donau Anzeiger vom 05.03.2011

 

Annäherung zwischen Arbeitskreisen des Stadtmarketings und der Durchführungs-GmbH

 

 

Ein erster Annäherungsversuch zwischen den Arbeitskreisen des Stadtmarketings und der Geschäftsführung der Landesgartenschau GmbH war Hauptthema auf deren Vollversammlung am Donnerstagabend im Alten Rathaus. So wird von beiden Seiten eine Kooperation angestrebt, damit auch die Innenstadt vom erwarteten Besucherstrom profitieren kann.

 

„Ein bisschen mehr hätte ich mir schon erwartet“, erklärt Oberbürgermeisterin Anna Eder bei ihrer Begrüßung angesichts der relativ schwachen Resonanz, was sie aber auch als Indiz dafür wertete, dass alles rund laufe. Ihr Dank galt allen, die sich für die Stadt engagierten. Nur so könnten immer wieder neue Ideen umgesetzt werden. Eder lobte das schöne Stadtbild und die gut funktionierende Gastronomie: „All das trägt bei, dass Deggendorf eine erlebnisreiche Einkaufsstadt ist.“
Ein Schwerpunkt waren die Ausführungen der Laga-Geschäftsleiterin Ingrid Rott-Schöwel, die versuchte, durch viele Fakten, Zahlen und Ideen eine Kooperation mit dem Stadtmarketing auf den Weg zu bringen. „Wir haben ein sehr gutes Konzept entwickelt, das es wert ist, umgesetzt zu werden“, warb sie für die nachhaltige Form der Stadtentwicklung in Form der Landesgartenschau. Sie stellte den Entwurf zweier Erlebnisspielplätze vor – einer, der den Verlauf der Donau und seiner Anrainerstaaten als blaues Kunststoffband nachzeichnet, das am Ende in einem Planschbecken – dem „Schwarzen Meer“ – mündet. Ein anderer Spielplatz bietet Kindern durch Stege und Parcours sportlich-kreative Herausforderungen. Obwohl die Donau das zentrale Element der Schau sei, sei es im Falle Deggendorfs durchaus von Vorteil, dass die Innenstadt so nah am Geschehen ist. Durch übersichtliche Stadtpläne auf Flyern sollten Besucher sicher in die Stadt geleitet werden, Fahnenzüge und ähnliches können zusätzlich helfen, den Weg in die Innenstadt zu kennzeichnen.

 

„Die Landesgartenschau ist ein Anreiz, die Stadt zu besuchen“, unterstrich die Laga-Managerin, die Zahlen vorlegte, wonach rund 70 Prozent der Besucher eine Verweildauer von bis zu fünf Stunden hätten. Interessant war auch die Statistik, die im Rahmen einer Bundesgartenschau ermittelt wurde. 35 Prozent der Bruttoumsätze fließen demnach in die Verpflegung, 22 Prozent in den Einkauf und Handel. Kooperationen könnten vor allem durch gemeinsames Merchandising, gemeinsame Präsentationen auf Messen, die Nutzung des Original-Logos, sowie durch „Packages“, die von Geschäften angeboten werden könne, bestehen. Auch bestimmte Vergünstigungen (Gratiskaffee, Rabatte, vergünstigte Eintritte) für Dauerkartenbesitzer könnten Anreize für eine Belebung der Innenstadt setzen. Ebenso sei es möglich, dass sich Geschäfte durch die Beteiligung am Bühnenprogramm oder durch Nutzung von Einzelflächen direkt auf der Laga präsentieren.

 

Unter dem Motto „Eine Gartenschau, die Wellen schlägt“ seien den Ideen keine Grenzen gesetzt, führte die Organisatorin aus. Daneben könne jeder durch Sponsoring oder aktive Teilnahme helfen, dass das Event erfolgreich wird.
Neben den Flirtversuchen zwischen Laga und Stadtmarketing standen auch die Vorstellung der Projekte der einzelnen Arbeitskreise auf der Tagesordnung. So berichtete Konrad Niski für „Tourismus, Kultur, Gastronomie und Veranstaltungen“ über die Highlights des vergangenen Jahres und stelle die Planung für die diesjährige Lesenacht vor. Sie soll an acht Orten stattfinden. Das Bürgerfest fällt ab sofort kleiner aus und wird unter ein Motto gestellt (heuer: „Dolce Vita“).
Markus Kress zählte Fortschritte auf, die durch die Erstellung eines Sachstandberichts erzielt wurden. So hatte der Arbeitskreis „Stadtentwicklung und Verkehr“ kleinere Mängel innerhalb des Stadtbildes notiert und Änderungen vorgeschlagen. Ideen zur Verbesserung des Radverkehrs spielten ebenso eine Rolle wie kleinere Maßnahmen zur Verschönerung der Altstadt.

 

Alexandra Mandl präsentierte die Ergebnisse des Arbeitskreises „Handel und Dienstleistung“. Als voller Erfolg konnte das erste Hinterhoffest verbucht werden. Die lange Kultur- und Einkaufsnacht wird auch heuer wieder Nachtschwärmer in die Altstadt locken, ist sich das Team um Mandl sicher.
Alle Arbeitskreise setzten sich intensiv mit dem Christkindlmarkt auseinander. Auf Wunsch vieler soll er attraktiver gestaltet werden. Ideen werden dazu gesammelt und mit der Stadtverwaltung diskutiert.