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Neue Brücke wird teuerer als geplant

Donau Anzeiger vom 30.11.2010

 

Hauptgrund: Steigender Stahlpreis – Entwurf für Landesgartenschau-Freianlagen vorgestellt

 

 

Die Landesgartenschau 2014 stand im Mittelpunkt der gestrigen Stadtratssitzung. Planer Axel Klapka aus Berlin stellte den Entwurf für die Landesgartenschau-Freianlagen und erste Details des Großprojektes vor. Teurer als angenommen wird die neue Geh- und Radwegbrücke über die Donau: Vor allem die gestiegenen Stahlpreise sorgen für eine Kostenmehrung auf insgesamt rund sieben Millionen Euro.

 

Der öffentliche Teil der Sitzung hatte kaum begonnen, da wurde er auch schon unterbrochen: Die SPD-Fraktion hatte einen Dringlichkeits-Antrag gestellt und forderte die Wiederaufnahme der Planungen für ein zweigeschossiges Parkdeck auf der Ackerloh für die Landesgartenschau. Da es bei der von der Mehrheit der Stadträte jüngst befürworteten eingeschossigen Variante auch um eine Grundstücksangelegenheit ging, wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Nach einer längeren Diskussion beschlossen die Stadträte, dass der Antrag nicht sofort behandelt werden muss, er könnte allerdings die Gremiumsmitglieder noch einmal beschäftigen.

 

Mit einer Gegenstimme wurde Cornelia Wohlhüter zur neuen Familienbeauftragten der Stadt gewählt. Die CSU-Stadträtin war die einzige Kandidatin und tritt die Nachfolge der verstorbenen Ilse Bauer an.

 

Axel Klapka stellte die Entwurfsplanungen für die Freiflächen der Landesgartenschau vor. Erste Details gab es für die Stadträte zu sehen, so zum Beispiel ein Weidenspiel oder ein Donauspiel mit geplanter Beteiligung von Anrainerstädten des Flusses. Neu ist, dass die Hochschul-Stellplätze nun gleich mit geplant und gebaut werden.
Der Entwurf wurde nach langer Diskussion mit Ausnahme des Bereiches der Bogenbachmündung, wo eine Fernwasserleitung noch für Probleme sorgt, bei sechs Gegenstimmen genehmigt. Damit wurden Mehrkosten in Höhe von 41 890,38 Euro für die Parkplätze an der Weidenstraße (mit Beteiligung des Caritasverbands) und von 94 277,99 Euro für die Erschließungsstraße in das Donauvorland bewilligt. Allerdings wird der Vollzug bis zum 20. Dezember auf Grund eines Antrags von SPD-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Lorenz ausgesetzt, weil die Stadt noch ein Grundstück erwerben muss.

 

Zehn Bieter haben Gebote für den Bau der neuen Geh- und Radwegbrücke über die Donau abgegeben. Der Spatenstich ist für Januar kommenden Jahres geplant, die Fertigstellung für Herbst 2012. Vor allem aufgrund der gestiegenen Stahlpreise muss die Stadt eine Kostenmehrung verkraften. Die reinen Baukosten steigen um 1,29 auf 7,04 Millionen Euro, berichtete Kämmerer Bernd Schober. Davon entfallen auf die Stadt nach Abzug der Förderungen noch 2,82 Millionen Euro, eine Steigerung von 870 000 Euro.