Donau-Gartenschau: Die Ideen der Deggendorfer
Deggendorfer Zeitung vom 13.05.2010
Bogenbach ins Gartenschau-Gelände integrieren - Erntedankfest zum Ende der Schau
Oberbürgermeisterin Anna Eder will die Wünsche der Deggendorfer zur Donau-Gartenschau im Jahr 2014 so weit als möglich berücksichtigen. (Bilduntertitel)
Die Deggendorfer wollen den Bogenbach zumindest bis zur Bahnhofstraße in den Bereich der Donau-Garten-Schau 2014 integriert wissen. Diese Forderung wurde bei der 2. Bürgerbeteiligung am Dienstagabend im Historischen Rathaussaal wiederholt erhoben. Die Realisierung indes wird schwierig. Oberbürgermeisterin Anna Eder: "Wir werden die Vorschläge prüfen und versuchen, sie ins Gesamtkonzept einfließen zu lassen.
Das Interesse Der Deggendorfer an der Donau-Gartenschau hat spürbar nachgelassen. Bei der 1. Bürgerbeteiligung am 12. Februar vergangenen Jahres war der Historische Rathaussaal bis auf den letzten Platz besetzt, am Dienstag kamen gut 50 Interessierte, die von Oberbürgermeisterin Anna Eder umso herzlicher begrüßt wurden. Bevor aber die Deggendorfer ihre Anregungen zur Landesgartenschau 2014 machen konnten, informierten Ingegerd Schäuble vom Schäuble-Institut München, die Geschäftsführerin der Landeshartenschau GmbH Ingrid Rott-Schöwel und Markus Pühringer von Atelier und Friends Grafenau, über den bisherigen Stand der Planungen bzw. über die Entwicklung des Logos zur Gartenschau 2014.
Leo Achatz und Hans-Günter Emler wollen den Bereich des Bogenbachs in das Areal der Donau-Gartenschau integriert wissen. Die Uferbereiche könnten mit Dahlien oder anderen Sommerblumen bepflanzt und durch den Einbau kleiner Staustufen könnte der Bachlauf interessanter gestaltet werden, so Achatz. Emler betonte, der Bogenbach müsse ja nicht bis zum Schulzentrum in den Bereich der Gartenschau kommen, aber zumindest bis zur Bahnhofstraße. Ferner regte der Sprecher an, auf dem Gartenschaugelände für ein ausreichendes gastronomisches Angebot zu sorgen - und zwar auf beiden Seiten der Donau.
Dazu die Oberbürgermeisterin: „Die Einbeziehung des Bogenbachs wird schwierig. Das Gartenschau-Gelände ist mit 18 Hektar sehr groß. Eine weitere Ausdehnung stößt an die Grenzen dessen, was Besucher an einem Tag sehen können." Trotzdem will Eder die Vorschläge prüfen und gegebenenfalls in die Planungen einfließen lassen.
Das gastronomische Angebot auf dem Gartenschau-Gelände müsse größer werden. Da war sich die OB mit Hans-Günter Emler einig. Es müsse aber auch versucht werden, die Gartenschau-Besucher in die Innenstadt zu leiten, bekräftigte Eder. Dies will die Oberbürgermeisterin u. a. mit einer Installation am Luitpoldplatz erreichen. „Das muss etwas werden, von dem die auswärtigen Besucher sagen, dass muss ich unbedingt gesehen haben", so Eder. Von der Metall-Innung Bayern hat Eder die Zusage, dass ein Kunstwerk aus Metall geschaffen wird. Dieses könnte dann mit Blumen bepflanzt werden. Für die Pflanzaktion solle demnächst ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Rudolf Weber bot in diesem Zusammenhang das Mitwirken der Deggendorfer Künstlergruppe an. „Wir könnten mit großflächigen Bildern das Kunstwerk interessanter machen", sagte der Vorsitzende.
Georg Kestel, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz, will bei der Gartenschau die Donau und das Motto Brückenschlag in den Mittelpunkt gestellt wissen. Er schlug vor, Gartenlandschaften aus den Staaten längs der Donau darzustellen. Ferner sollte von einem Aussichtspunkt oder von einem Schiff mit einem gläsernen Boden der Blick in die Donau ermöglicht werden, um die Vielfalt des Lebens im Fluss zu zeigen. Hier bräuchte die Kreisgruppe vor allem finanzielle Unterstützung.
„Geld haben wir keines übrig, aber ich bin gerne bereit, gemeinsam mit dem Bund Naturschutz auf Sponsorensuche zu gehen", teile Eder mit. Weiter erklärte das Stadtoberhaupt, sie favorisiere immer noch die so genannten „schwimmenden Gärten" auf der Donau, wenngleich deren Verwirklichung schwierig werde, weil stets der Verkehr auf der internationalen Wasserstraße Donau garantiert werden müsste.
Offene Türen rannte Hans Kürschner mit seinem Wunsch nach einem Platz für Wohnmobile im Umfeld der Gartenschau ein. Diese Anregung werde gerne aufgegriffen, so Eder. Poidl Hausinger von der Vorstandschaft des Alpenvereins, Sektion Deggendorf, Betonte, eine Kletterwand oder ein Kletterturm aus Granit könnten eine bleibende Einrichtung auf dem Gartenschaugelände werden. Auch diese Vorschläge will Eder prüfen.
Kreis- und Bezirksbäuerin Maria Biermeier regte an, den Begriff „Deggendorf, das Tor zum Bayerischen Wald" in der Gartenschau darzustellen. Auf der Fischerdorfer Seite könnten, so die Oberbürgermeisterin, die Bereiche Granit, Glas und Holz gezeigt werden. Biermeier riet dazu, als weiteres Element die Erde, den Boden, zu zeigen. Auf Kleinen Parzellen könnte die vielschichtige Landwirtschaft im Landkreis dargestellt werden.
Weiter kündigte die Kreis- und Bezirksbäuerin an, sich für ein Treffen der 69 Landfrauen-Chöre in Bayern auf der Landesgartenschau 2014 einsetzen zu wollen. Und schließlich könnte die Gartenschau im Oktober mit einem großen Erntedankfest ausklingen, betonte die Kreis- und Bezirksbäuerin.
